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Naturdrogen

Nachtschattengewächse

Tollkirsche

Die in Nachtschattengewächsen enthaltenen Alkaloide wie Scopolamin und Atropin können toxische Wirkung entfalten Atropin aktiviert das Zentralnervensystem, die Pupillen weiten sind, Kreislauf und Herzschlag werden angekurbelt. Es wirkt ebenso halluzinogen wie Scopolamin, das aber das zentrale Nervensystem beruhigt.

Bilsenkraut

Bilsenkraut enthält neben Scopolamin Atropin und Hyoscyamin. Nach anfänglicher Aggressivität kann es zu tiefem narkotischem Schlaf mit Halluzinationen kommen. Bei wiederholter Anwendung reichen oft kleine Dosen aus, um schwere Rauschzustände hervorzurufen. Bei Herzbeeinträchtigungen besteht ein erhöhtes Risiko.

Stechapfel

Stechapfel kann zusätzlich zu den oben genannten Symptomen auch Widerstandslosigkeit auslösen.

Tollkirsche

Tollkirsche löst farbintensive Halluzinationen aus und hat oft Spätfolgen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Die Unterscheidung zwischen Rausch und Realität ist schwer möglich. Die genannten Nachtschattengewächse werden gegessen, getrunken oder getrocknet geraucht.

Pilze

Neben den psilosybinhaltigen Pilzen ist hier besonders der Fliegenpilz zu nennen. Etwa 30 Minuten nach der Einnahme kommt es zu Dösigkeit bis hin zum Dämmerschlaf. Neben farbigen Visionen ist die Empfindsamkeit für Geräusche erhöht, die Größenwahrnehmung verändert. Aggressionen, Übelkeit, Erbrechen und Muskelzuckungen können Begleiterscheinungen sein. Die Wirkung hält etwa fünf Stunden an. Psilocybinhaltige Pilze unterscheiden sich sehr nach Herkunft und Gehalt. Nach etwa einer Stunde können neben optischen und akustischen Halluzinationen Schwindelgefühle und Mattigkeit auftreten.

Ausführliche Information zu psilocybinhältigen Pilzen - Geschichte, Wirkung, Gefahren und weiterführende Literatur: http://www.drogenring.org/pilze/pilze.htm

Kakteen

Peyote

Besonders in Südamerika gibt es meskalinhaltige Kakteen, wie den Peyote- und der San Pedro Kaktus. Sie haben halluzinogene Wirkung, die bis zu 12 Stunden anhalten kann; Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen sind möglich.

Das größte Risiko beim Konsum von Naturdrogen ist die richtige Dosierung, da die Konzentration der psychoaktiven Substanzen je nach Standort und Witterungsbedingungen stark variieren kann. Körperlich abhängig machen die genannten Inhaltsstoffe nicht.