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Ecstasy

Ecstasy ist eine synthetische Droge der Metamphetamin-Gruppe. MDMA (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin) kommt als verschiedenfärbige Tablette oder als Kapsel auf den Markt. Auch die Link: Amphetamin-Derivate MDA, MDEA (MDE) und MBDB werden zumeist unter diesem Begriff subsumiert.

Geschichte

Anfang 1900 wurde diese Substanz synthetisiert und als Appetitzügler von der Pharmaindustrie entwickelt. Immer wieder wurde auch der therapeutische Nutzen von MDMA propagiert, da die Wirkungen dieses Rauschmittels der Problemöffnung und -auseinandersetzung entgegenkommt.

Ecstasy verstärkt die Wahrnehmung der eigenen Gefühle als auch die anderer Menschen. Seit den späten 80er Jahren wird Ecstacy als "Tanzdroge" einer breiteren Personengruppe bekannt. Der erhöhte Pulsschlag paßt zu der Techno-Musik der Rave-Szene. Heute ist Ecstasy vielfach auch die Droge der Angepassten. Eine Tablette scheint als "saubere" Droge, eben eher ein Medikament, das am Wochenende die Kommunikations- und Kontaktfreudigkeit erhöht und Müdigkeit und Durst vertreibt.

Wirkung und Risiko

Die subjektive Wirkung ist sehr von den äußeren Rahmenbedingungen abhängig, wie geht es mir psychisch, mit welchen Leuten bin ich zusammen usw. Grundsätzlich hält die anregende Wirkung ca. 4-6 Stunden an. Nebenwirkungen können Übelkeit, Kieferverspannung Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, physisches Unwohlsein und Ängste sein. Puls und Blutdruck sind beschleunigt, die Pupillen vergrößert. Die größte Gefahr liegt in einer Hyperthermie, also in Wasserverlust und Austrocknung. Todesfälle in Zusammenhang mit Ecstacykonsum erlagen meist einem Hitzschlag. Bei Raves sind sogenannte chill-Räume, also Ruheräume unerlässlich, in denen auch kostenlos Wasser ausgegeben wird. Ecstasy u.ä. beeinflusst das Limbische System im Gehirn. Der Botenstoff Serotonin, der Gefühle und Stimmungen beeinflusst, wird freigesetzt. Da auch die Neubildung gehemmt wird, kommt es zu einem Wirkungsabfall bei wiederholter Einnahme, woran auch eine Dosiserhöhung nichts ändert. Wenn auch bei Ecstacy nicht von körperlicher Abhängigkeit gesprochen werden kann, kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen. Dauer und Intensität des Ecstasy-Konsums erhöhen die unangenehmen Seiten wie Erschöpfung, Depression und emotionale Unausgeglichenheit nach Abklingen der Wirkung. Ein weiteres Risiko liegt darin, dass die verkauften Tabletten illegal gepantscht und gestreckt werden, also dem Käufer nicht nachvollziehbar ist, was er da zu sich nimmt.

Inhaltsstoffe

Ecstasy Drops

In Check it- Projekten der Drogenhilfe wird bei größeren Veranstaltungen die Möglichkeit geboten, die Tabletten auf ihre Inhaltsstoffe hin untersuchen zu lassen, um größeren Schaden zu vermeiden. Bei Analysen von fünf Raves in Wien konnte in nur 37% der als Ecstacy gekauften Proben tatsächlich eines der als Ecstacy bekannten Amphetaminderivate nachgewiesen werden.

 

Weitere Informationen:
Link: Literaturhinweise
Link: Fotos verschiedenster Ecstasy-Tabletten

Link:
www.ecstasy.org