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Zurück zur Übersicht | Ausgewähltes Thema: Illegalisierte Drogen

Risiken & Infektionen

Aids

HIV

Betroffene:
Die Verbreitung des HI-Virus in der Gruppe der Drogenkonsumenten begann im Jahr 1982. In den folgenden Jahren lag die Prävalenzrate zwischen 10 und 50 %. In Österreich starben zwischen 1983 und 1999 315 Drogenkonsumenten (229 Männer) an Aids. Die medizinische Versorgung ist bei dieser Gruppe deutlich schlechter als bei anderen HIV-Infizierten. Kontinuierliche Betreuung und regelmäßige Verlaufskontrolle sind selten gegeben.

Substitution ist eine Möglichkeit, den Patienten an eine medizinische Betreuung zu binden. Ideal wäre die Kombination von suchtmedizinischer und infektiologischer Kompetenz in einem neuen Typ von Ambulanzen und Praxen.

Übertragung:
Der Virus wird über Blut, Samen- und Scheidenflüssigkeit übertragen. Für Drogengebraucher ist eine häufige Ansteckungsart der Spritzentausch.

Safer Use:
SaferUse heißt bei jedem Schuss eine neue, sterile Spritze nehmen, niemals Nadeln und Spritzen anderer verwenden, nur den eigenen, gereinigten Löffel nehmen und den aufgelösten Stoff nicht gemeinsam aufziehen.

Safer Sex:
Safer Sex heißt Präservative benutzen, keine Samenflüssigkeit in Darm, Scheide und Mund bekommen und kein direkter Kontakt zwischen Mund und Scheide während der Menstruation.

HIV- Antikörpertest:
In jeder größeren Stadt gibt es Aids-Beratungsstellen, wo man sich auch anonym und kostenlos testen lassen kann. Es ist möglich sich auch nur beraten zu lassen, ungefragt darf man nicht getestet werden und man ist auch nicht verpflichtet, das Resultat irgendwo bekannt zu geben.

Steirische AIDS-Hilfe 8010 Graz, Schmiedgasse 38 Tel.: 0316/ 81 50 50, Fax-6
Beratung auch für Partner von Drogengebrauchern!

Link:
Steirische Aids Hilfe

Hepatitis

Betroffene:
Intravernöse Drogenkonsumierende zählen zu den Risikogruppen mit der höchsten Ansteckungsgefahr bei Hepatitis B und C. Schätzungen der Infektionsrate bei dieser Klientel mit Hepatitis C liegen bei 70 bis 90 %.

Inkubationszeit:
Hepatitis ist eine Leberentzündung, die meist durch Viren hervorgerufen wird. Die verschiedenen Erreger der Virushepatitis werden mit den Buchstaben A-E bezeichnet. Die Inkubationszeit d. h. die Zeit zwischen der Ansteckung und der ersten Zeichen ist je nach Virus unterschiedlich: 2 Wochen bei Hepatitis A 6 Wochen bis 6 Monate bei Hepatitis B 2 Wochen bis 6 Monate bei Hepatitis C Doch schon während dieser Inkubationszeit kann eine infizierte Person die Krankheit weiterverbreiten.

Übertragung:
Je nach Typ A, B,C, D oder E gibt es verschiedene Ansteckungswege. Das Virus, das Hepatitis A und E verursacht wird vom Erkrankten mit dem Stuhl ausgeschieden. So ist ein Anstecken über verunreinigte Lebensmittel, Wasser bzw. entsprechende Sexualpraktiken möglich. Hepatitis B, C und D werden über Blut Blutprodukte und andere virushaltige Körperflüssigkeiten weiterverbreitet, wobei auch minimale Mengen für eine Ansteckung reichen.

Nur hier kommen chronische Verlaufsformen vor. Hepatitis D tritt nur gemeinsam mit Hepatitis B auf. Da das Virus sehr widerstandsfähig ist und auch im eingetrockneten Blut viele Tage überlebt, reicht auch Auswaschen oder auskochen von Spritze, Nadel und Löffel nicht aus um das Virus zu töten. Also birgt das Verwenden von gebrauchten Spritzen, Nadeln, Dosen, Filtern, Wasser oder Säuerungsmittel ein hohes Ansteckungsrisiko. Auf sexuellem Weg kann Hepatitis übertragen werden, Vorsicht auch bei Tätowieren und Piercen; auch Zahnbürsten und Rasierer sollten nicht gemeinsam verwendet werden.

Hepatitis

Symptome:
Krankheitssymptome einer Hepatitis sind Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Unverträglichkeit von bestimmten, vor allem fetten Lebensmitteln. Als typisches Symptom gilt auch die Gelbsucht, also gelbe Augen, dunkle Haut. Durch eine Blutuntersuchung kann der Arzt feststellen, ob und welche Hepatitis vorliegt. Neben Bettruhe im akuten Zustand sind auch in Folge Alkohol und fette Speisen zu vermeiden.

Impfung:
Gegen Hepatitis A und B gibt es Schutzimpfungen - für Hepatitis C nicht! Bei chronischer Hepatitis kommt es zu langfristigen Leberschädigungen die durchschnittliche Zeitdauer für eine Leberzirrhose (Leberverhärtung) beträgt etwa 21 Jahre und weitere 10 Jahre vergehen im Schnitt bis zum Leberkrebs. Neben guter Hygiene schützt steriles Spritzenbesteck und Löffel sowie das Benutzen von Kondomen vor einer Infizierung.

Risiken verschiedener Substanzen

Aufputschmittel:
Sie unterdrücken Hunger und Müdigkeit. Der Wärmehaushalt ist durcheinandergebracht. Der Blutdruck ist erhöht, der Herzrhythmus beschleunigt. So ist z.b. bei Kokain der Herztod die häufigste Todesursache. Bei Ecstasy kann es durch die Austrocknung zu erhöhter Harnbildung kommen. Auch kann sich die Kiefermuskulatur verspannen, ein Zustand der sich von selbst gibt, wenn er auch wochenlang anhalten kann. Es besteht die Gefahr von Angstzuständen.

Ecstasy

Ecstasy
Kein Konsum bei Asthma, Herzproblemen, hohem Blutdruck, Leberkrankheiten, bei Ängstlichkeit oder psychischen Krankheiten (z.B. Depressionen). Keine Kombination mit Antidepressiva (überhöhte Serotoninkonzentration im Gehirn - Krämpfe, Epilepsie, Bewußtseinsstörungen)
Nicht nach dem Essen, nicht wenn müde oder schlecht drauf, nicht ohne verlässliche Begleitpersonen.

Die Wirkung kann erst nach einer Stunde eintreten, also keine Dosiserhöhungen, zuerst nur die Hälfte nehmen, dann eventuell die zweite Hälfte. Nicht mit anderen Drogen kombinieren, Alkohol vermindert meist Wirkung von Ecstasy und erhöht wie Speed den Flüssigkeitsverlust. Pause gönnen, Flüssigkeit zuführen

Downer:
Medikamente mit dämpfender Wirkung Diese wirken entspannend und angstlösend, sie können müde machen. Übelkeit, Erbrechen, Schock, Bewußtlosigkeit, Hirn- bzw. Nervenschädigungen sowie Herz-, Kreislaufvergiftungen sind mögliche Folgen des Konsums. Todesursachen sind zumeist Herzstillstand oder Atemlähmung.

Schnüffelstoffe

Halluzinogene:
Bewirken in unterschiedlicher Intensität Sinneswahrnehmungen ohne Realitätsbezug, es kommt zu einer veränderten Wahrnehmung. Bei Dauerkonsum können Hirnschäden, Orientierungslosigkeit und Verblödung die Folge sein. Akut besteht das Risiko für Herzstillstand, Angstzustände bzw. psychotisches Erleben.

Schnüffelstoffe:
Chronischer Gebrauch kann zu schweren Hirnschäden, Schwachsinn und psychoseähnlichen Erscheinungen führen. Wenn zu wenig Sauerstoff in den Körper und das Gehirn kommt, sind Bewußtlosigkeit, Atem- oder Herzstillstand die Folge.

Am risikoreichsten für unseren Körper ist der Mischkonsum verschiedener Substanzen.

Safer Use

Weniger Risiko beim intravenösen Konsum von Drogen. Diese Form des Konsums ist sicher die gefährlichste Art, Rauschmittel zu sich zu nehmen. Neben der Gefahr der Überdosierung besteht ein hohes Infektionsrisiko, da direkt mit Blut Kontakt aufgenommen wird.

Nadeln

Wenn man sich für diese Art des Konsums entscheidet, sollten Spritzen, Löffel u.ä. nie gemeinsam verwendet werden. Auch gesäuberte Spritzen bergen ein Risiko, da geringste Blutrückstände für eine Infektion reichen.

Da bei jeder Injektion die Nadel abstumpft und eben Rückstände zurückbleiben ist es besser jedes Mal eine neue, saubere Spritze zu verwenden.

Insulinspritzen sind für Injektionen in das Unterhautfettgewebe gedacht und haben daher einen gewellten Schliff. Dieser reißt die Venenwände auf und kann Knorpeln in den Adern verursachen, die die Venen verstopfen. Ideal wären zwei Nadeln, eine zum Aufziehen und eine zum Injizieren. Vor und nach der Injektion sollte die Einstichstelle mit Alkoholtupfern desinfiziert werden, da sich auch auf der Haut Staub- und Schmutzteilchen sowie Bakterien ablagern. Abkochen von Wasser verhindert nicht, dass Rückstände von Zusatzstoffen des Wassers zurückbleiben, also ist zu empfehlen, destilliertes Wasser zu verwenden. Auch der Löffel soll desinfiziert sein.

 

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