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Ess-Störungen
Essstörungen betreffen vor allem Frauen und treten fast ausschließlich in der westlichen "Überflussgesellschaft" auf. Der Anpassungsdruck in unserer Leistungsgesellschaft, eine Fülle von sich stark widersprechenden Rollenerwartungen an Frauen und das von den Medien propagierte übertriebene Schlankheitsideal bilden den gesellschaftlichen Nährboden für die Entstehung von Essstörungen.
Individuelle Persönlichkeitsmerkmale wie übertriebene Leistungsorientierung und Perfektionismus, familiäre und persönliche Probleme, emotionale Defizite, Lebenskrisen und seelische Verletzungen können die Entstehung von Essstörungen fördern. Junge Frauen sind besonders gefährdet, an Essstörungen wie Magersucht, Bulimie oder Esssucht zu erkranken.
Nach einer Erhebung von Frau Prof. Dr. Wimmer-Puchinger leiden rund fünf Prozent der Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren an einer Essstörung. Insgesamt befinden sich in Österreich rund 200 000 Frauen aller Altersgruppen im Gefährdungsbereich oder sind an einer Essstörung erkrankt.
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